Kleine Maßnahme, große Wirkung: GRÜNE fordern nächtliche Ruhezeiten für Mähroboter zum Schutz von Igeln und Co

Um einen Beitrag zum Schutz von Igeln zu leisten, hat der Kreis Bergstraße eine Allgemeinverfügung zum Verbot der nächtlichen Inbetriebnahme von Mährobotern erlassen und am Donnerstag, 18. Juni, veröffentlicht. Eine gute Idee – das brauchen wir auch im Odenwaldkreis, finden die GRÜNEN vor Ort und haben daher heute einen entsprechenden Antrag für die erste Sitzung des Kreistages nach der Sommerpause am 24. August eingereicht.

Dieser sieht vor, analog zum Kreis Bergstraße eine Allgemeinverfügung zu erlassen, die den Betrieb von Mährobotern im gesamten Kreisgebiet während der Nacht- und Dämmerungszeiten untersagt – also genau zu der Zeit, in der viele heimische Wildtiere wie Igel, Amphibien (z. B. Frösche, Kröten und Molche) sowie andere kleine Wirbeltiere aktiv sind.

„Insbesondere für Igel stellen Mähroboter ein Risiko dar, da sie bei Gefahr nicht fliehen, sondern sich einrollen. Durch nächtliche Ruhezeiten für Mähroboter lassen sich solche Situationen ganz einfach vermeiden, ohne Gartenbesitzer*innen unzumutbar einzuschränken“ erklärt der Fraktionsvorsitzende der GRÜNEN im Kreistag, Dr. Jonas Schönefeld. Auch für den Kreis entstünden dadurch keine finanziellen Auswirkungen; der Verwaltungsaufwand für die Erarbeitung und Umsetzung der Allgemeinverfügung sei sehr gering.

„Eine niederschwellige, sympathische Maßnahme also, die zumindest einen kleinen Beitrag zum Artenschutz leistet und dazu anregt, sich stärker mit den Auswirkungen des eigenen Handelns auf unsere Umwelt auseinanderzusetzen“, so Schönefeld abschließend.