GRÜNE Odenwaldkreis stellen Liste für Kreistagswahl 2026 auf – Vielfalt und klare Ziele für die Zukunft.

©Manfred Giebenhain V.l.n.r.: Alexandra Benz (5), Jonas Schönefeld (2), Frank Diefenbach (6), Judith Schreck (3), Elisabeth Bühler-Kowarsch (1), Thomas Väth (4), Cornelia Kirchhoff-Lange (7), Manfred Holschuh (8)

Am vergangenen Freitag, den 14.11., haben BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Odenwaldkreis in einer fünfstündigen Sitzung ihre Liste für die Kreiswahl am 15. März 2026 aufgestellt.

„Mit insgesamt 38 Wahlbewerber*innen aus neun verschiedenen Kommunen im Odenwaldkreis und einem Frauenanteil von 47 Prozent, im Alter von 19 bis 83 Jahren, bildet unsere Liste eine breite Vielfalt ab“, freut sich Elisabeth Bühler-Kowarsch (Oberzent), die den Listenplatz 1 erreicht hat. „Außerdem spiegelt sie ein ausgewogenes Verhältnis aus erfahrenen und neuen Kräften wider“, ergänzt Dr. Jonas Schönefeld (Michelstadt), der auf Listenplatz 2 steht. Beide führen derzeit die Kreistagsfraktion.

Auch die drei weiteren aktuellen Fraktionsmitglieder, Thomas Väth (Oberzent), Frank Diefenbach (Michelstadt) und Hedwig Seiler (Bad König), konnten sich gegen ihre Mitbewerberinnen und Mitbewerber auf den Listenplätzen 4, 6 bzw. 9 durchsetzen. Christa Weyrauch (Erbach) und Petra Neubert (Michelstadt), die derzeit für die GRÜNEN im Kreisausschuss sitzen, schafften es hingegen erst auf Platz 23 bzw. 28 auf die Liste. Neu auf den ersten zehn Listenplätzen sind Judith Schreck (LP 3, Breuberg), Alexandra Benz (LP 5, Breuberg), Cornelia Kirchhoff-Lange (LP 7, Fränkisch-Crumbach), Manfred Holschuh (LP 8, Erbach) und Lutz Hensel (LP 10, Brombachtal), von denen zwei erst seit diesem Jahr bzw. seit 2023 Mitglieder der GRÜNEN sind.

Das zeige, so Kreisverbandssprecher Tim Koch, dass bei den GRÜNEN auch politische Neuzugänge von Anfang an die Möglichkeit haben, sich direkt einzubringen. „Bei uns GRÜNEN waren inhaltliche Offenheit, basisdemokratische Beteiligung und politische Ideen eben schon immer wichtiger als die Fokussierung auf parteiinterne Machtmechanismen und Karrierewege“, kommentiert Koch den Wahlabend.

Nun freue man sich auf den Wahlkampf, in dem sich die GRÜNEN auf ihre Kernthemen konzentrieren möchten – Themen, die bereits in einigen Bewerbungsreden am Freitagabend deutlich wurden. So forderte Jonas Schönefeld, dass der Odenwaldkreis endlich seinen Beitrag zu den deutschen Klimazielen – Klimaneutralität bis 2045 – leistet, anstatt sich hinter veralteten Konzepten und freiwilligen Zertifizierungs- und Qualitätsmanagementsystemen zu verstecken. Außerdem rief er dazu auf, Mobilität neu zu denken: „Mehr sichere Radwege, ein starker ÖPNV und eine leistungsfähige Odenwaldbahn statt endlose Straßen-Ausbauprojekte.“

Darüber hinaus möchten die GRÜNEN für den Erhalt des Kreiskrankenhauses und eine verlässliche medizinische Versorgung im ländlichen Raum kämpfen. Elisabeth Bühler-Kowarsch und Judith Schreck, auf Listenplatz 1 und 3, betonten darüber hinaus die Notwendigkeit einer konsequenten und schnellen Umsetzung der Istanbul-Konvention, die in Deutschland seit 2018 Gesetz ist und Kommunen verpflichtet, Gewaltprävention und Schutzmaßnahmen für Frauen umzusetzen. Sie forderten: Sensibilisierung, Schulung, klare Maßnahmen. „Wir müssen sicherstellen, dass diese Verpflichtungen nicht nur auf dem Papier stehen, sondern Realität werden, auch hier im Odenwaldkreis.“ Das Thema Demokratiestärkung bildete einen Schwerpunkt in der Rede von Elisabeth Bühler-Kowarsch: „Wir stehen für Transparenz, Bürgerbeteiligung und klare Kante gegen Rechts.“ Sie hob zudem die Bedeutung der Lebensqualität für alle hervor: „Wir brauchen Treffpunkte für Jugendliche, bezahlbares Wohnen und Angebote für ältere Menschen, damit niemand vereinsamt.“

„Wir GRÜNE im Odenwaldkreis treten an, um den Wandel aktiv zu gestalten – ökologisch, sozial und demokratisch“, fasst Tim Koch zusammen. „Daran wird sich unser Wahlprogramm orientieren, an dem wir nun gemeinsam mit unseren Kandidierenden weiterarbeiten und für das wir gerne auch Anregungen aus der Bürgerschaft, der Zivilgesellschaft, der Wirtschaft und weiteren Akteuren entgegennehmen.“