GRÜNE Odenwaldkreis stellen Entwurf ihres Kreiswahlprogramms 2026 vor.

Wir GRÜNEN im Odenwaldkreis freuen uns, hier den Entwurf unseres Kreiswahlprogramms für die Kreistagswahl 2026 zu veröffentlichen. Auf insgesamt 23 Seiten und in 12 Kapiteln präsentieren wir ein umfassendes politisches Programm zu Natur- und Klimaschutz, Mobilität, Regionalplanentwicklung, Gleichstellung und Gewaltschutz von Frauen, Bildung, Migration und Integration, Inklusion, Wohnen sowie Gesundheitsversorgung.

Wie überall in Deutschland stehen auch wir im Odenwaldkreis vor großen Herausforderungen: Klimawandel, Artensterben, Energiewende, soziale Gerechtigkeit und die Sicherung von Bildung und Teilhabe für alle Generationen, um nur einige zu nennen. Wir GRÜNEN wollen diese Aufgaben entschlossen anpacken.

Klimaschutz, Energie und Mobilität im Fokus

Zu den zentralen Forderungen unseres Programmentwurfs zählen die Aktualisierung des Klimaschutzkonzepts von 2013, die Einrichtung eines Klimabeirats sowie die Modernisierung des ÖPNV. Ebenso setzen wir auf die Förderung des Radverkehrs, E-Mobilität und Carsharing. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Energiewende: Hier unterbreiten wir konkrete Vorschläge für eine lokale Umsetzung – mit einer Photovoltaik-Offensive, Bürger*innenbeteiligung und innovativen Konzepten wie dem Strombilanzkreismodell nach dem Vorbild des Main-Taunus-Kreises.

Im Bereich Naturschutz rücken wir Maßnahmen gegen das Artensterben, den Schutz von Wasser und Böden sowie eine moderne Tierschutzpolitik in den Mittelpunkt.

Ein eigenes Kapitel widmen wir der Neuaufstellung des Regionalplans Südhessen, den wir als „zentralen Baustein für die künftige räumliche Entwicklung unserer Region“ bezeichnen.

Gleichstellung, Schutz vor Gewalt und soziale Gerechtigkeit

Die Umsetzung der Istanbul-Konvention sowie der Schutz von Frauen vor Gewalt bilden einen sozialpolitischen Schwerpunkt. Wir fordern, den bereits begonnenen Maßnahmenkatalog zur Gewaltprävention zügig abzuschließen. Die Arbeit der Gleichstellungsbeauftragten und der Stabsstelle „Chancengleichheit, Integration und Diversität“ muss dauerhaft personell gestärkt werden, auch bei längeren Abwesenheiten oder Personalwechseln.

Weitere Kernforderungen sind eine verlässliche Finanzierung des Hilfesystems bei häuslicher Gewalt sowie die feste Verankerung der Themen geschlechtsspezifische und häusliche Gewalt in lokalen Bildungs- und Präventionsprogrammen.

Im Bildungsbereich betonen wir die Bedeutung eines starken, modernen und sozial gerechten Angebots, das allen Kindern und Jugendlichen gleiche Chancen eröffnet.

Migration, Teilhabe und Gesundheitspolitik

Unser Programmentwurf unterstreicht den Wert von Migration für die Gesellschaft im Odenwaldkreis. Unser Kreis soll ein Ort bleiben, an dem Geflüchtete willkommen sind und Schutz finden. Rassismus, Ausgrenzung und Diskriminierung treten wir entschieden entgegen.

Im Bereich Teilhabe erneuern wir unsere Forderung nach der Entwicklung eines umfassenden Inklusionskonzepts. In der Gesundheitspolitik betonen wir die Bedeutung des GZO als „medizinisches Rückgrat der Region“ und verlangen, die Belange älterer Menschen stärker in den Mittelpunkt der Planung zu stellen.

Der Programmentwurf wird in einer Kreismitgliederversammlung am 28.01.2026 beraten und zur Abstimmung gestellt. Bis dahin sind auch interessierte Bürgerinnen und Bürger herzlich dazu eingeladen, weitere Ideen und Änderungsvorschläge einzubringen.