Grüne Jugend Odenwaldkreis zu ein Euro Jobs im ODW


Als erschreckend bezeichnet die GJO (Grüne Jugend Odenwaldkreis) die Tatsache, dass fast alle Schulen, Städte und Gemeinden des Odenwaldkreises Ein-Euro-Jobber beschäftigen. "Wir befürchten, dass in absehbarer Zeit keine sozialversicherungsplichtigen Arbeitnehmer in den Bauhöfen beschäftigt sind", so die Grüne Jugend.

Von den auch betroffenen Altenheimen und sozialen Organisation hat die GJO nahezu alle angeschrieben und nur wenige Antworten erhalten. Über die Gründe des Schweigens kann die Grüne Jugend nur mutmaßen.

Aber Ein-Euro-Jobber dürfen wie Zivildienstleistende nur beschäftigt werden wenn deren Arbeit sonst nicht gemacht würde. Es ist einfach nur billiger diese Kräfte arbeiten zu lassen. Zudem kommt noch, dass Ein-Euro-Jobber genötigt werden können die Arbeit zu leisten, da ihnen sonst Mittelkürzungen drohen. Dennoch verrichten manche die Arbeit gerne und mit großem Engagement.

"Besonders überrascht uns, dass auch private Altersheime Ein-Euro-Jobber bekommen können. So wird sogar noch privater Gewinn abgeschöpft." Man kann es den Betreibern aber auch nicht Übelnehmen wenn der Gesetzgeber dies zulässt bzw. fördert.

Statt irgendwem zu helfen, gehen so durch die Ein-Euro-Jobber nur weitere Arbeitsplätze verloren bzw. es werden die Löhne nach unten gedrückt.

Problem ist doch, dass zu wenig Arbeit vorhanden ist und nicht, dass es zu wenig Arbeiter gäbe. Die vorhandene Arbeit gilt es zu verteilen.

Der Gesetzgeber muss Fördermöglichkeiten schaffen, dass soziale Organisationen Menschen einstellen können, die von ihrem Einkommen dann auch ihren Lebensunterhalt bestreiten können.

Deshalb appelliert die Grüne Jugend insbesondere an die sozialen Organisationen, deren Arbeit wichtig und nicht zu gering einzuschätzen ist, freiwillig auf Ein-Euro-Jobber zu verzichten.

Mehr zur Grünen Jugend und auch deren Stellungnahme zu Hartz 4 (2004) gibt es im Internet unter
www.gruene-odenwald.de/gjo

 

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