Ökologische
Region Odenwald - Ein Schritt in die Zukunft - Ökologie schafft Arbeitsplätze
Eingebettet in seine Täler, umgeben von Wäldern und reich an quellreinem Wasser. So stellt sich der Odenwald seinen Besuchern dar.
Dies soll auch so bleiben, doch hat der Naturschutz im Odenwaldkreis nicht den Stellenwert, den er haben sollte. Vielen ist nicht klar, dass es nur diese eine Natur gibt und wir diese auch schützen müssen. Auch im Odenwald gibt es Möglichkeiten, unseren Lebensraum zu erhalten, um auch den nächsten Generationen einen OdenWALD zu sichern.
Unser Ziel ist es, dass der Odenwaldkreis eine ökologische Region wird, in der Ökonomie und Ökologie eine produktive Verbindung eingehen. Der Odenwaldkreis als ökologische Region wäre die große Chance für eine eigenständige und erfolgreiche Regionalentwicklung in unserem Raum. Der Odenwaldkreis benötigt ein unverwechselbares Profil.
Der Odenwaldkreis läuft Gefahr, durch seine Lage zwischen Rhein/Main und der neuen Metropolregion Rhein/Neckar zu einer Schlaf-Region zu werden, wenn er nicht aktiv seine vorhandenen Chancen als Lieferant von Nahrung, Erholung und Leistungen nutzt. Die vorhandenen Stärken unserer Region müssen genützt werden!
Energie
Wir fordern:
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eine kommunale Energiepolitik mit den Schwerpunkten Energieeinsparung, erneuerbare Energien, Energieeffizienz und Kraft-Wärme-Koppelung
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konkrete Zielsetzung für den Anteil der erneuerbaren Energie im Odenwaldkreis - Im Jahr 2011 soll der Anteil 20 Prozent betragen
- eine nachvollziehbare "Weg vom Öl"-Strategie in unserer Region
- die Ausstattung von allen kommunalen Gebäuden (Hallen, Schwimmbäder, Schulen usw.) mit Blockheizkraftwerken (BHKW), und solarthermischen und Photovoltaikanlagen - Wasser-, Wind und Biogasanlagen fördern statt durch bürokratische Hemmnisse verhindern- Dialog mit den Kritikern der Windkraft - Windkraftanlagen zentriert an einigen geeigneten Standorten - Bezug von "grünem Strom" für alle kreiseigenen Gebäude, z.B. Schulen, Sporthallen, Verwaltungsgebäude - eine Odenwälder Solarinitiative "Solar, na klar" ins Leben rufen. Massive Werbung für diese Zukunftstechnologie - Offenlegen des Energieverbrauchs von allen Kreisgebäuden im Rahmen von Energiespar-Entwicklungszielen mit Kennzahlen (=Verbrauch pro Schüler, Bedienstete usw.) - effektives Gebäudemanagement - jährlicher nachvollziehbarer Bericht über die Einsparungen - stärkere Nutzung des heimischen Brennstoffes Holz (CO2-neutral) in öffentlichen und privaten Heizungsanlagen Naturschutz Untere Naturschutzbehörde und Naturschutzbeirat Wir müssen die Natur in ihrer Vielfalt schützen, wollen wir diesen Reichtum an unsere Kinder weitergeben. Praktizierter Natur- und Landschaftsschutz ist gleichzeitig Gewässerschutz (Trinkwasserschutz) und Schutz der natürlichen Ressourcen des Odenwaldkreises. Der Naturschutz muss offensiv vertreten werden. Eine produktive Zusammenarbeit von Unterer Naturschutzbehörde und allen Naturschutzverbänden ist anzustreben.
Wir fordern: - die Untere Naturschutzbehörde - sachlich und personell - so auszustatten, damit sie ihren Aufgaben gerecht werden kann.
- einen Naturschutzbeirat im Odenwaldkreis, der eindeutig die Belange des Naturschutzes vertritt und in dem alle anerkannten Naturschutzverbände mit Sitz und Stimme vertreten sind.
- die "Unter-Schutzstellung" von mehr Flächen im Odenwaldkreis - Umsetzung der Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie - (10 Prozent der Kreisfläche als Naturschutzfläche ausweisen )
- Kreismittel für den Naturschutz bereitstellen
- ein "Urwaldgebiet" im Odenwaldkreis
- Vergehen gegen das Naturschutzgesetz müssen auch geahndet werden
- Schutz natürlicher Retentionsräume (Überschwemmungsgebiete) in den Auen und deren Rückgewinnung durch Entsiegelung der Flächen.
- Schaffung von Biotopverbundsystemen
- Verbesserung der Akzeptanz und Umsetzung von Landschaftsplänen
- Schaffung von Einnahmemöglichkeiten für Landwirte durch Landschaftspflegemaßnahmen
- umweltschonende Bewirtschaftung von kreiseigenen Liegenschaften
Agenda 21/Klima - Agenda Prozesse neu aktivieren - Engagement der BürgerInnen nutzen Unter Mitwirkung der Bevölkerung muss die Agenda 21 im Odenwaldkreis in den Gemeinden und Städten wieder verstärkt mit Leben erfüllt werden. Nicht nur Experten oder Amtsinhabertreffen sind gefragt, sondern die Beteiligung der Bürger muss ausgebaut werden. Selbstverständlich unterstützen die Grünen auch die regionale Agenda, aber nur vor Ort können die "Herzen" der Bevölkerung mit überzeugenden Projekten für die Agenda 21 gewonnen werden. Wollen wir den Klimawandel bekämpfen, müssen die Treibhausgase reduziert werden - bei uns im Odenwaldkreis und international. Die GRÜNEN im Odenwaldkreis beobachten mit großem Interesse das Projekt "umwelt.plus.karte", welches gemeinsam mit der Stadt Heidelberg der Verein Ökostadt Rhein-Neckar e.V. ins Leben gerufen hat und das vom Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (Heidelberg) wissenschaftlich begleitet wird. Der Agenda 21 Prozess könnte durch ein solches Projekt neuen Schwung im Odenwaldkreis bekommen. Die Karte bietet gegen eine geringe Jahresgebühr KundInnen Vergünstigungen beim Kauf ökologischer und regional-produzierter sowie auf Nachhaltigkeit ausgelegter Produkte und Dienstleistungen. Wir meinen, dass eine solche Karte, erweitert durch Angebote für ÖPNV-Nutzer und BesucherInnen von Kultureinrichtungen im Odenwaldkreis, die schon bisher positiven Bemühungen des Landkreises bei Marketing, Direktvertrieb und Gewerbeförderung sinnvoll erweitert. Für Hessen würde es sich um ein Pilotprojekt handeln.
Wir fordern: - Stärkung der lokalen Agenda 21 vor Ort - Initiierung von konkreten Projekten
- Initiierung von Agenda-21-Prozessen in jeder Kerngemeinde - Anreize für die Gemeinden schaffen
- Beteiligungsgrundsätze für die regionale Agenda 21 erstellen - Förderprogramme
- Handel, Industrie und Gewerbe stärker in die Agenda Arbeit einbinden
- Agenda 21 Ausstellung am Wiesenmarkt - Vorstellung der Arbeit in den Kommunen
- aktiver Klimaschutz im Odenwaldkreis. Einen Plan erarbeiten, wie und wo der Odenwaldkreis seinen Beitrag zur CO 2 Reduktion leisten kann.
-·Mitglied werden bei der Alianza de Clima
- Beitritt zum Öko-Institut - Know how dieser Institution nutzen Landwirtschaft/Tierschutz/Nahrung Extensive Landnutzung ist in vielen Gemeinden der Schlüssel zur umweltgerechten Landschaftsentwicklung und Schutz der Trinkwasserressourcen. Alle Maßnahmen zur Unterstützung von Direkt- und Regionalvermarktung stellen einen Beitrag zum Erhalt der gewachsenen Kulturlandschaft dar. Die bäuerliche Landwirtschaft ist nur durch eine Verbesserung der Einkommenssituation zu erhalten. Die im Odenwaldkreis produzierte Nahrung soll gentechnikfrei sein und muss strengen ökologischen Kriterien gerecht werden. Dies ist eine große Chance für die Odenwälder Landwirtschaft ein wichtiges Marktsegment zu besetzen. Gerade der BSE-Skandal zeigt, dass auch im Odenwald der ökologischen Landwirtschaft die Zukunft gehören muss.
Wir fordern: - Odenwälder Lebensmittel ohne Gentechnik - Schaffung eines entsprechenden Gütesiegels
- keine Massentierhaltung
- "Starkenburgläden" in der regionalen Agenda initiieren und somit Absatzwege für Odenwälder Produkte schaffen
- Förderung der ökologischen Landwirtschaft - 20 Prozent bis zum Jahr 2011
- Lebensmittelüberwachung zum Verbraucherschutz ausbauen
- Förderung der regional erzeugten Lebensmittel durch Verbesserung der Situation der Wochenmärkte
- Einstieg in die Vermarktung in Lebensmittel-Ketten, um den Absatz in den Ballungsgebieten FFM-DA, MA/HD zu forcieren
- weitere Kooperationen schaffen: Landwirt-Metzger, Landwirt-Bäcker usw.
- kommunale Einrichtungen sollen ihre Lebensmittel überwiegend bei regionalen Erzeugern kaufen - Abnahme von Bio-Lebensmitteln
- Landwirte unterstützen hinsichtlich der Anforderungen der Direktvermarktung
(beschlossen bei der KMV der Grünen 24.11.2005)